Ausgabe 4 - 2/2021 - Tim Holland

Vier Gedichte

es regnete,

es regnet.

bröckeln.

wo was abgeht,

schafft sich nähe neu.

schlamm verhätschelt das gelände.

es platscht glimpflich in alte gumpen,

flatscht bergab,

tümpelt jünger.

was ist das für eine amphibie?

tümmeln wird zur idee, sammeln zum ereignis.

leere ist alle, alles ist voll.

wasser quatscht uns an.

es rumpelt.

es kreischt,

aber verschleiß ist nicht verlust.

wo was liegen bleibt, wird es später verräumt,

versprochen.

wir gehen einfach wieder zurück auf kiefern,

zu den pionieren ins stellungsspiel.

auch buchen.

wir warten bis sichs wieder verrückt,

warten auf kies, bis es kollert.

das kollern bis zum geröll,

welche lücke wird hier größer?

es klirrt am schutzwald, kippt dort ins schweben.

schlammähnlich suspendiert der klang.

immer noch regen.

bleibt schluff?

unter den füßen schmatzt es.

in den gelenken schmatzt es.

der aufstieg schweiß.

auf den bildern scheint uns die sonne ins gesicht,

während im hintergrund lilafarben ein sonnenuntergang zu genießen ist.

es regnet,

es wird regnen.

wir verwässern beständig.

...

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